Die Förderrichtlinie „Ladeinfrastruktur in und an Mehrparteienhäusern“ berücksichtigt bidirektionales Laden ausdrücklich als zukunftsrelevante Technologie. Grundsätzlich werden sowohl klassische Ladepunkte als auch innovative Lösungen gefördert, sofern sie die technischen Anforderungen erfüllen.
Bidirektionale Ladestationen (also Ladepunkte, die Strom nicht nur ins Fahrzeug laden, sondern auch zurück ins Gebäude oder Netz speisen können) werden im Rahmen der Förderung besonders berücksichtigt. V2G-V2H-Ladelösungen können von höheren Zuschüssen profitieren und haben bessere Chancen auf Förderung, da sie einen besonders hohen Beitrag zu den energie- und klimapolitischen Zielen leisten. Damit lohnt es sich für Eigentümer und Betreiber, bei der Planung von Ladeinfrastruktur gezielt auf bidirektionale Technologien zu setzen.
Finanzielle Vorteile für bidirektionales Laden
Ein zentraler Punkt ist, dass für bidirektionale Ladeinfrastruktur höhere Förderbeträge möglich sind. Die Richtlinie sieht vor, dass:
- insbesondere bidirektionale und gemeinschaftlich genutzte Ladeinfrastruktur bevorzugt werden können
- zusätzliche Anforderungen im Förderaufruf definiert werden können
- die maximale Förderung erhöht werden kann
Hierzu der relevante Auszug aus der Bekanntmachung der Förderrichtlinie „Ladeinfrastruktur in und an Mehrparteienhäusern“:
Der Zuwendungsgeber behält sich vor, im Rahmen der Förderaufrufe weitere Anforderungen zu definieren, die die maximale Zuwendung erhöhen. Dies umfasst zum Beispiel den Aufbau von geteilt genutzter oder bidirektionaler Lade- infrastruktur.
Das bedeutet: Projekte mit bidirektionalem Laden haben bessere Chancen auf eine Förderung bzw. können höhere Zuschüsse erhalten.
Förderung für AC- und DC-Laden
Gefördert werden grundsätzlich Ladepunkte mit:
- Typ-2-Anschluss (AC-Laden)
- CCS-Anschluss (DC-Laden)
Bidirektionales Laden ist aktuell technisch vor allem im DC-Bereich (CCS) relevant. Damit sind insbesondere DC-Wallboxen bzw. DC-Ladesysteme potenziell förderfähig, wenn sie bidirektionale Funktionen unterstützen.
Integration in das Gesamtsystem
Die Förderung legt großen Wert auf ein intelligentes Gesamtsystem. In diesem Kontext ist bidirektionales Laden besonders relevant, da es:
- mit lokalen Stromspeichern kombiniert werden kann
- in Gebäude-Energiesysteme integriert werden kann
- zur Nutzung erneuerbarer Energien beiträgt
Zudem fordert die Richtlinie, dass die Ladeinfrastruktur grundsätzlich mit erneuerbarer Energie betrieben werden soll. Bidirektionale Systeme unterstützen dieses Ziel, da sie als flexible Energiespeicher dienen können.
V2G/V2H – Strategische Bedeutung
Bidirektionales Laden wird in der Richtlinie nicht nur als technische Option, sondern als strategischer Baustein der Energiewende gesehen. Durch die Möglichkeit, Fahrzeuge als mobile Speicher zu nutzen, ergeben sich zusätzliche Vorteile:
- Entlastung des Stromnetzes
- Optimierung des Eigenverbrauchs (z. B. mit PV-Anlagen)
- Beitrag zur Netzstabilität
Die Förderung setzt daher gezielt Anreize, solche zukunftsfähigen Lösungen in Mehrparteienhäusern umzusetzen.
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